Wer als Erwachsener ein Ferienlager begleitet, schläft selten so, wie er es von zu Hause kennt. Die Kinder oder Jugendlichen sind nah, die Nächte sind manchmal unruhig, und der Tag beginnt früh. Damit du trotzdem gut durch die Woche kommst, helfen ein paar praktische Vorbereitungen für den Schlafplatz, das Licht und den Morgen. Sie machen die Woche leichter und lassen mehr Raum für das, was zählt.
Der eigene Platz
Sprich vorher mit der Leitung ab, wo du schläfst und wer nachts ansprechbar ist. Ein Platz in der Nähe der Gruppe ist praktisch, aber ein Stück Abstand tut auch gut. Packe eine Isomatte, einen Schlafsack und ein Kissen ein, das du kennst. Ein Kissenbezug und ein warmer Pullover für die Nacht nehmen kaum Platz weg. Falls es regnet, sollte der Schlafsack in einer dichten Tüte stecken, damit er trocken bleibt. Lege deine Sachen so hin, dass du im Dunkeln alles findest.
Die Taschenlampe bekommt einen festen Platz: am Kopfende, in der Zelttasche oder am Bettpfosten. Nimm besser eine Stirnlampe, dann hast du beide Hände frei. Ersatzbatterien gehören in dieselbe Tasche. Verwende nachts möglichst gedämpftes Licht, damit du niemanden weckst. Und sage den anderen Betreuern, wo du dein Licht hast und wo sie dich finden, falls sie dich brauchen.
Die frühen Morgen sind der anstrengendste Teil. Bereite am Abend alles vor: Kleidung, Zahnbürste, Sonnencreme, eine Trinkflasche und den Tagesplan. Stelle einen leisen Wecker und ein zweites Signal, zum Beispiel das Telefon in der Tasche. Eine Isolierkanne mit Kaffee oder Tee, die schon fertig ist, macht den ersten Moment am Morgen leichter. Auch ein kleiner Vorrat an Obst hilft, wenn das Frühstück noch nicht fertig ist.
Sprich mit dem Team über eine gerechte Verteilung. Wer hat den frühen Dienst, wer geht am Abend als Letzter ins Bett, wer übernimmt in der Nacht eine Runde? Wenn jeder weiß, wann er dran ist, kannst du dich am freien Abend wirklich zurückziehen. Am Ende der Woche wird der Schlafplatz aufgeräumt, der Schlafsack gelüftet und die Lampe eingepackt. Dann bleibt vor allem die Erinnerung an die gemeinsamen Abende.